Neuigkeiten



weitere Abteilungen hier:
../diplom (-arbeit)
pierre-kemna.de
 
Community

Forum zur Website

Rund um den PC

Hardware-Einbauhilfe
"Dienste" im Netz
Programmtipps
Lieblingsspiele (PC)
Downloads

SpieleKonsolen

Hardware der PS2
Nintendo's GameCube
Sega's Dreamcast
Lieblingsspiele (PS2)

News-Archive
alte Website-News
alte Konsolen-News
alte PC-News

Infos zur Website

Wieso diese Website?
|_TRoN_| - mehr Info

'Kleingedrucktes'

Rechtliche Sicherung
Impressum

seit dem 20.03.2002
 
Hardware der PS2
 
 

Hier soll Klarheit geschaffen werden über die Hardware der PS2. Dazu wird versucht die technischen Fähigkeiten der Konsole anzureißen und einen Tipp in Sachen Zubehör abzugeben.
Nebenbei: Ich bin ein Fan dieses Spielesystems und daher nicht ganz unparteiisch!

Kommentare, Fragen, Anregungen und Fehlerhinweise bitte in das entsprechende Forum schreiben.

Inhalt:
Einleitung - MHz, CISC und RISC
EmotionEngine
GraphicSynthesizer
Anschlüsse - Vorderseite
Die Rückseite - Alles was hinten ein- und ausgeht ...
Zubehör - SuperVHS-Kabel für DVD- und Spielegenuss
Zubehör - Alles was noch sein muss ...
Fazit

Einleitung - MHz, CISC und RISC

PS2-vertikal

Mittlerweile muss sich die Playstation2 gegen kräftige Konkurrenz behaupten: XBOX (Microsoft) und GameCube (Nintendo). Bei einem Vergleich der Systeme erlebe ich leider sehr oft die Angabe beinahe nichtssagender Werte, die dann allerdings dazu führen (sollen?), dass der Kunde glauben könnte, ein System sei besser als das andere. Vor allem werden immer wieder gerne bloße MHz-Zahlen angegeben. MHz beschreibt die Taktfrequenz in Schwingungen pro Sekunde, mit dem der jeweilige Prozessor getaktet ist. Ein MHz wäre also eine Frequenz von 1.000.000 Schwingungen pro Sekunde. Hz als physikalische Einheit für Schwingungen pro Sekunde und M für Mega=Million. Das bedeutet für den Prozessor, dass er bei einem MHz 1Mio. Zyklen durchfährt, in denen er Anweisungen eines Programms ausführt.
Das Problem bei einem reinen MHz-Vergleich besteht darin, dass ein 100MHz-Prozessor nicht zwangsläufig schneller funktioniert, als ein 50MHz-Prozessor.
Wieso? Das liegt an der jeweiligen Architektur des Prozessoraufbaus. Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Prozessortypen: CISC und RISC.
CISC ist die Abkürzung für "Complex Instruction Set Computer", zu Deutsch "Rechner mit kompliziertem Befehlssatz".

Bei einem CISC-Prozessor wurden schon in der Entwicklung des Prozessors komplizierte Anweisungen "eingebaut", die später schnell ausgeführt werden können. Das erleichtert dem Programmierer viele Einzelschritte und kann zu einer schnellen Ausführung dieses komplizierteren Schritts durch den Prozessor führen. Gerade die einfachere Programmierung war der Anlass für die CISC-Architektur, denn Hardware wurde allmählich günstiger als die Arbeitsstunden "teurer" Programmierer.
Auf der anderen Seite gibt es die RISC-Prozessoren. Die Abkürzung RISC heisst "Reduced Instruction Set Computer", im Deutschen: "Rechner mit reduziertem Befehlssatz". In diesem Fall wurde der Prozessor auf einige wenige Befehle spezialisiert, die er im Gegensatz zu seinem CISC-Gegenstück schneller verarbeiten kann, weil die zusätzlichen komplizierten Befehle nicht berücksichtigt werden müssen. Zudem benötigt der reduzierte Befehlsatz weniger physikalische Größe, wodurch es möglich wird mehrere Befehle gleichzeitig zu verarbeiten, denn es können mehrere Prozessoren in einen Prozessor "gesteckt" werden. In der Fachsprache wird die Fähigkeit der Verarbeitung von mehreren Befehlen in einem Zyklus "Superscalar" genannt. Ein Prozessor hat dann mehrere "Pipelines" (Röhren) für eingehende Befehle.
Der Vorteil von RISC liegt vor allem in der sehr schnellen Verarbeitung von simplen Befehlen. Das bedeutet allerdings einen längeren Programmcode als bei CISC, denn kompliziertere Vorgänge müssen dann durch viele kleine simple Anweisungen programmiert werden, während bei CISC eine Anweisung genügen kann.
Heute wird es schwer RISC- und CISC-Chips auseinander zu halten, denn teilweise haben RISC-Prozessoren schon mehr Befehle als CISC-Chips. Die Grenzen sind fließend. Letztlich entscheidet die Absicht bei der Entwicklung der Prozessorarchitektur darüber, ob der Chip nun eher ein RISC- oder CISC-Exemplar ist.
EmotionEngine
Die EmotionEngine der PS2, stellt das Rechenzentrum der Konsole dar. Das wird allgemein als CPU (Central Processing Unit) bezeichnet und heisst soviel wie "zentrale Recheneinheit". Die EmotionEnginge wurde von Sony als 128bit RISC-Prozessor eingeführt, der nach Angaben von Sony den schnellsten erhältlichen 128bit-Chip der Welt, zu seiner Einführung im Jahr 2000, darstellte. Hier liegt also ein "simpler" Prozessor vor, der nicht so leicht zu programmieren ist, dafür jedoch aufgrund direkter Anweisungen, die nicht mehr vom Prozessor "zwischenkodiert" werden müssen sehr schnell arbeiten kann.
Neben der CPU besteht die EmotionEngine aus einer FPU, einer Floating Point Unit, die für reine Rechenoperationen sorgt und zwei Vector Units. Die erste Vector Unit (VU 0) ist für die Berechnung von künstlilcher Intelligenz und komplizierten physikalischen Gegebenheiten zuständig. Die zweite Vector Unit (VU 1) kümmert sich um Berechnungen von aufwendigen Geometrien. Sämtliche Untersysteme der EmotionEngine arbeiten vollkommen unabhängig voneinander, so dass kein gegenseitiges "Ausbremsen" wie bei manchen anderen Systemen vorkommen kann. Nicht unerwähnt sollte die "Image Processing Unit" bleiben, die für die hardwareseitige MPEG2-Wiedergabe (DVD-Format) zuständig ist.
Bei ihrer eher geringen Taktrate von 295MHz liefert die FPU der EmotionEngine fast unglaubliche 6.2GFLOPS! Das ist in etwa das Zweifache dessen, was ein Pentium-III bei 733MHz leisten kann! GFLOPS ist die Abkürzung für "Giga Floating Point Operations Per Second", zu Deutsch: "Milliarden Fließkommaoperationen pro Sekunde".
GraphicSynthesizer
Nicht weniger spektakulär ist der GraphicSynthesizer der PS2. Dieser besitzt zwar "nur" 4MB Grafikspeicher, allerdings befindet sich der Speicher direkt im Grafik-Chip und wird mit einer Adressbreite von 1024bit angesprochen, die zu der unglaublichen Speicherdatenrate von 48GB/Sekunde führt. Selbst die neueste Generation der GeForce4-Grafikkarten mit ihrer derzeitigen Spitzenausführung (Stand: 15.04.2002) kommt auf maximal 10.4GByte/s! Eine abgespeckte GeForce4-MX (NV17) kommt gerade einmal auf 2.7GB/s.
Diese Zahlen kommen zustande, obwohl der GraphicSynthesizer mit einer recht niedrigen Frequenz von "nur" 150MHz getaktet ist.

Zuletzt möchte ich noch die 32MB Hauptspeicher erwähnen, der eine Datenrate von 3.2GB zulässt und dem sogenannten PC800-Speicher entspricht, der mit 800MHz getaktet ist.
Man sollte bei diesen Angaben stets bedenken, dass sich die Konsole schon seit dem Jahr 2000 auf dem Markt befindet und dennoch gegen aktuellste Technik in einem guten Licht steht.

Anschlüsse - Vorderseite
Auf der Vorderseite können zwei Joysticks und zwei MemoryCards (8MB) angeschlossen werden. Für den Anschluss bis zu vier Joysticks ist noch weiteres Zubehör nötig.
Unter den Joystick-Anschlüssen befinden sich noch zwei USB1.1 Anschlüsse für z.B. Tastaturen und Mäuse und ein Firewire Anschluss, der die Vernetzung von PS2-Konsolen mit bis zu 400MBit/s (entspricht 50MByte/s) erlaubt.

Die Rückseite
Alles was hinten ein- und ausgeht...

PS2-back

Auf der Rückseite befindet sich ein Schacht für eventuelle Zusatzgeräte, wie z.B. eine Festplatte. Die PS2 bedarf aufgrund ihrer Hitzeentwicklung nun einen Lüfter, der auf der Hinterseite des Gerätes platziert wurde und die Luft dort herausbläßt.
Wird die Konsole länger nicht benutzt, kann sie über den Netzschalter neben dem Netzstecker vom Stromanschluss getrennt werden. Ansonsten befindet sich das Gerät in einem Stand-by-Modus, der immer einen kleinen Teil Strom verbraucht.
Links bzw. unter dem Netzstecker wird über den Multi-AV-Anschluss das Bild- und Tonsignal ausgegeben. Auf diese Weise kann aber nur maximal Stereo-Surround-Sound weitergegeben werden.
Für DolbyDigital5.1 oder DTS-Ton muss ein optisches Kabel an den speziellen Ausgang angeschlossen werden. Gerade für die DVD-Wiedergabe empfiehlt sich dieser Schritt. Dazu ist allerdings ein zusätzlicher Decoder notwendig, der die jeweiligen Ton-Formate entschlüsseln können muss.

Zubehör
SuperVHS-Kabel für DVD- und Spielegenuss

SVHS-Kabel

Für die optimale Bildwiedergabe empfiehlt sich ein S-VHS-Kabel (schwarzer Stecker), dass von Sony in sehr guter Qualität angeboten wird. Auf diese Weise wird das Bildsignale in die horizontalen und vertikalen Bilddaten zerlegt, was eine deutlich bessere Qualität zur Folge hat, als die beigelegte Strippe. Diese benutzt nur einen Composite-Anschluss, bei dem das komplette Bildmaterial über eine Leitung fließt.
Für Spiele kann auch ein RGB-Kabel benutzt werden, dass auch eine sehr gute Qualität bietet. Bei der PAL-Version (Europa-Standard) der PS2 haben DVD-Filme bei der Wiedergabe jedoch eine starke Grünfärbung. Das soll Raubkopien von DVDs verhindern, denn über das RGB-Signal kann kein Kopierschutzsignal übertragen werden.

Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass günstige RGB-Kabel keine bessere Bildqualität liefern als das gute S-VHS-Kabel von Sony. Das S-VHS-Kabel liefert bei mir ein viel schärferes Bild als herkömmliche RGB-Kabel. Das hängt jedoch vom jeweils verwendeten Kabel und Fernsehgerät ab.
Beide Kabeltypen liefern letztlich jedoch ein vielfach besseres Bild als das Standardkabel. Von Antennenkabel-Wandlern muss ich ganz abraten. Das kann nur allerletzte Wahl sein.

Zubehör
Alles was noch sein muss ...

Zubehör

Beim Kauf einer PS2 sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man gleich eine MemoryCard mitkauft. Ansonsten kann man keinen Spielstand speichern und keine neuen DVD-Treiber installieren.
Solche Treiber werden mit der von Sony hergestellten Fernbedienung mitgeliefert. Alle anderen Fernbedienungen sollte man gleich links liegen lassen! Die Sony-Fernbedienung kann wirklich alles, was man sich wünscht und wirkt auch wie eine "echte" Fernbedienung, im Gegensatz zu manchen Produkten von Dritt-Herstellern.
Die Fernbedienung braucht man jedoch nur, wenn man sich gerne DVDs anschauen möchte.
Empfehlenswert kann auch ein zweiter Controller sein, wenn man sich gegen einen Mitspieler im direkten Kampf messen möchte.

Der Controller der PS2 verarbeitet die Eingabesignale vollkommen analog, das heisst jeder der Knöpfe und Sticks reagiert auf den Tastendruck bzw. die Auslenkung! Die Analog-Funktion des Controllers ist unglaublich präzise und wird von vielen Spielen perfekt unterstützt. Die Druck- bzw. Auslenkungsabfrage geschieht stufenlos. So kann selbst über die Knöpfe z.B. das Gaspedal eines Autos im Spiel stufenlos dosiert werden. Bei Grand Tourismo 3 ist das ein unglaubliches Fahrgefühl.
Die zwei Vibrationsfünktionen (dual shock = zwei Stöße), die eine große Anzahl von Erschütterungen durch Kombinationen und feine Abstufungen der beiden Grundvibrationen erzeugen, komplettieren das Spielvergnügen.
Für mich war der Controller ein Grund mehr zu dieser Konsole zu greifen ...

Fazit
Sony hat ganze Arbeit geleistet und die Hardware speziell für die Spieleanwendung entwickelt. Vor allem die hohe Grafikspeicherbandbreite und die schnelle RISC-Architektur mit diversen Sub-Prozessoren, die unabhängig voneinander operieren sprechen Bände.
Die PS2 hat noch so eben die Maximalgröße um sie bequem zu Freunden per Rucksack zu transportieren.
Mit dem Vertikalständer bansprucht das Gerät nur die Stellfläche einer Videokassette und sieht zudem in dieser Aufstellung sehr schick aus.
Die aktuelle Spielepalette und die Spieleankündigungen lassen mittlerweile keinen Wunsch mehr offen.
Als stärkste Konkurrenz in Sachen Konsole sehe ich den GameCube, der technisch noch einen Schritt weiter geht. Wozu eine klobige, überdimensionierte XBOX kaufen, die in etwa soviel kann, wie ein aktueller HighEnd-PC? Wenn ich PC-Grafik nicht mehr sehen kann, greife ich gerne zu Spielekonsolen, wo Effekte wie Full-Screen-Blurr, hinreißende Lichteffekte und ein granit-stabiler Bildaufbau regieren. Das sorgt für Abwechslung zur detailreichen und scharfen PC-Welt.
Aber vielelleicht sollte man alle drei Systeme sein Eigen nennen, dann steht man auf der sicheren Seite und braucht nicht mehr alle 6 Monate eine neue Grafikkarte von NVidia kaufen, damit auch das aktuellste Spiel flüssig läuft.
Wozu die Spielepreise bei einem so günstigen Medium wie der DVD nun schon die 70 Euro Grenze erreichen müssen ist mir leider sehr unklar. Und das gerade bei der Konsole, die aufgrund ihrer Architektur am einfachsten zu programmieren sein sollte. Sehr merkwürdig. Da heisst es "nachdenken" lieber Verbraucher.
Mal sehen, wie sich alles in der Zukunft entwickelt ...


 

 
letzte Änderung: 22-Jul-2003