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Klarheit geschaffen werden über die Hardware der PS2.
Dazu wird versucht die technischen Fähigkeiten
der Konsole anzureißen und einen Tipp in Sachen Zubehör
abzugeben.
Nebenbei: Ich bin ein Fan dieses Spielesystems und daher
nicht ganz unparteiisch! 
Kommentare, Fragen, Anregungen und
Fehlerhinweise bitte in das entsprechende Forum
schreiben.
Inhalt:
Einleitung
- MHz, CISC und RISC
EmotionEngine
GraphicSynthesizer
Anschlüsse -
Vorderseite
Die Rückseite
- Alles was hinten ein- und ausgeht ...
Zubehör - SuperVHS-Kabel
für DVD- und Spielegenuss
Zubehör - Alles
was noch sein muss ...
Fazit
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Einleitung
- MHz, CISC und RISC
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Mittlerweile
muss sich die Playstation2 gegen kräftige Konkurrenz
behaupten: XBOX (Microsoft) und GameCube (Nintendo). Bei
einem Vergleich der Systeme erlebe ich leider sehr oft die
Angabe beinahe nichtssagender Werte, die dann allerdings
dazu führen (sollen?), dass der Kunde glauben könnte,
ein System sei besser als das andere. Vor allem werden immer
wieder gerne bloße MHz-Zahlen angegeben. MHz
beschreibt die Taktfrequenz in Schwingungen pro Sekunde,
mit dem der jeweilige Prozessor getaktet ist. Ein MHz wäre
also eine Frequenz von 1.000.000 Schwingungen pro Sekunde.
Hz als physikalische Einheit für Schwingungen pro Sekunde
und M für Mega=Million. Das bedeutet für den Prozessor,
dass er bei einem MHz 1Mio. Zyklen durchfährt, in denen
er Anweisungen eines Programms ausführt.
Das Problem bei einem reinen MHz-Vergleich besteht darin,
dass ein 100MHz-Prozessor nicht zwangsläufig schneller
funktioniert, als ein 50MHz-Prozessor.
Wieso? Das liegt an der jeweiligen Architektur des Prozessoraufbaus.
Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Prozessortypen:
CISC und RISC.
CISC ist die Abkürzung für "Complex
Instruction Set Computer",
zu Deutsch "Rechner mit kompliziertem Befehlssatz".
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Bei einem CISC-Prozessor
wurden schon in der Entwicklung des Prozessors komplizierte
Anweisungen "eingebaut", die später schnell
ausgeführt werden können. Das erleichtert dem Programmierer
viele Einzelschritte und kann zu einer schnellen Ausführung
dieses komplizierteren Schritts durch den Prozessor führen.
Gerade die einfachere Programmierung war der Anlass für
die CISC-Architektur, denn Hardware wurde allmählich
günstiger als die Arbeitsstunden "teurer" Programmierer.
Auf der anderen Seite gibt es die RISC-Prozessoren.
Die Abkürzung RISC heisst "Reduced
Instruction Set
Computer", im Deutschen:
"Rechner mit reduziertem Befehlssatz". In diesem
Fall wurde der Prozessor auf einige wenige Befehle spezialisiert,
die er im Gegensatz zu seinem CISC-Gegenstück schneller
verarbeiten kann, weil die zusätzlichen komplizierten
Befehle nicht berücksichtigt werden müssen. Zudem
benötigt der reduzierte Befehlsatz weniger physikalische
Größe, wodurch es möglich wird mehrere Befehle
gleichzeitig zu verarbeiten, denn es können mehrere Prozessoren
in einen Prozessor "gesteckt" werden. In der Fachsprache
wird die Fähigkeit der Verarbeitung von mehreren Befehlen
in einem Zyklus "Superscalar" genannt. Ein
Prozessor hat dann mehrere "Pipelines" (Röhren)
für eingehende Befehle.
Der Vorteil von RISC liegt vor allem in der sehr schnellen
Verarbeitung von simplen Befehlen. Das bedeutet allerdings
einen längeren Programmcode als bei CISC, denn kompliziertere
Vorgänge müssen dann durch viele kleine simple Anweisungen
programmiert werden, während bei CISC eine Anweisung
genügen kann.
Heute wird es schwer RISC- und CISC-Chips auseinander zu halten,
denn teilweise haben RISC-Prozessoren schon mehr Befehle als
CISC-Chips. Die Grenzen sind fließend. Letztlich entscheidet
die Absicht bei der Entwicklung der Prozessorarchitektur darüber,
ob der Chip nun eher ein RISC- oder CISC-Exemplar ist. |
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EmotionEngine
Die EmotionEngine der PS2, stellt das Rechenzentrum
der Konsole dar. Das wird allgemein als CPU (Central
Processing Unit) bezeichnet und heisst soviel wie "zentrale
Recheneinheit". Die EmotionEnginge wurde von Sony als
128bit RISC-Prozessor eingeführt, der nach Angaben
von Sony den schnellsten erhältlichen 128bit-Chip der
Welt, zu seiner Einführung im Jahr 2000, darstellte.
Hier liegt also ein "simpler" Prozessor vor, der
nicht so leicht zu programmieren ist, dafür jedoch aufgrund
direkter Anweisungen, die nicht mehr vom Prozessor "zwischenkodiert"
werden müssen sehr schnell arbeiten kann.
Neben der CPU besteht die EmotionEngine aus einer FPU,
einer Floating Point
Unit, die für reine Rechenoperationen
sorgt und zwei Vector Units. Die erste Vector Unit
(VU 0) ist für die Berechnung von künstlilcher Intelligenz
und komplizierten physikalischen Gegebenheiten zuständig.
Die zweite Vector Unit (VU 1) kümmert sich um Berechnungen
von aufwendigen Geometrien. Sämtliche Untersysteme der
EmotionEngine arbeiten vollkommen unabhängig voneinander,
so dass kein gegenseitiges "Ausbremsen" wie bei
manchen anderen Systemen vorkommen kann. Nicht unerwähnt
sollte die "Image Processing Unit" bleiben, die
für die hardwareseitige MPEG2-Wiedergabe (DVD-Format)
zuständig ist.
Bei ihrer eher geringen Taktrate von 295MHz liefert
die FPU der EmotionEngine fast unglaubliche 6.2GFLOPS!
Das ist in etwa das Zweifache dessen, was ein Pentium-III
bei 733MHz leisten kann! GFLOPS ist die Abkürzung
für "Giga Floating
Point Operations
Per Second", zu Deutsch:
"Milliarden Fließkommaoperationen pro Sekunde". |
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GraphicSynthesizer
Nicht weniger spektakulär ist der GraphicSynthesizer
der PS2. Dieser besitzt zwar "nur" 4MB Grafikspeicher,
allerdings befindet sich der Speicher direkt im Grafik-Chip
und wird mit einer Adressbreite von 1024bit angesprochen,
die zu der unglaublichen Speicherdatenrate von 48GB/Sekunde
führt. Selbst die neueste Generation der GeForce4-Grafikkarten
mit ihrer derzeitigen Spitzenausführung (Stand: 15.04.2002)
kommt auf maximal 10.4GByte/s! Eine abgespeckte GeForce4-MX
(NV17) kommt gerade einmal auf 2.7GB/s.
Diese Zahlen kommen zustande, obwohl der GraphicSynthesizer
mit einer recht niedrigen Frequenz von "nur" 150MHz
getaktet ist.
Zuletzt möchte ich noch die 32MB Hauptspeicher erwähnen,
der eine Datenrate von 3.2GB zulässt und dem sogenannten
PC800-Speicher entspricht, der mit 800MHz getaktet ist.
Man sollte bei diesen Angaben stets bedenken, dass sich die
Konsole schon seit dem Jahr 2000 auf dem Markt befindet und
dennoch gegen aktuellste Technik in einem guten Licht steht. |
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Anschlüsse
- Vorderseite
Auf der Vorderseite können zwei Joysticks und zwei
MemoryCards (8MB) angeschlossen werden. Für den Anschluss
bis zu vier Joysticks ist noch weiteres Zubehör nötig.
Unter den Joystick-Anschlüssen befinden sich noch zwei
USB1.1 Anschlüsse für z.B. Tastaturen und Mäuse
und ein Firewire Anschluss, der die Vernetzung von PS2-Konsolen
mit bis zu 400MBit/s (entspricht 50MByte/s) erlaubt.
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Die Rückseite
Alles was hinten ein- und ausgeht...
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Auf der Rückseite befindet
sich ein Schacht für eventuelle Zusatzgeräte,
wie z.B. eine Festplatte. Die PS2 bedarf aufgrund ihrer
Hitzeentwicklung nun einen Lüfter, der auf der Hinterseite
des Gerätes platziert wurde und die Luft dort herausbläßt.
Wird die Konsole länger nicht benutzt, kann sie über
den Netzschalter neben dem Netzstecker vom Stromanschluss
getrennt werden. Ansonsten befindet sich das Gerät
in einem Stand-by-Modus, der immer einen kleinen Teil Strom
verbraucht.
Links bzw. unter dem Netzstecker wird über den Multi-AV-Anschluss
das Bild- und Tonsignal ausgegeben. Auf diese Weise kann
aber nur maximal Stereo-Surround-Sound weitergegeben werden.
Für DolbyDigital5.1 oder DTS-Ton muss ein optisches
Kabel an den speziellen Ausgang angeschlossen werden.
Gerade für die DVD-Wiedergabe empfiehlt sich dieser
Schritt. Dazu ist allerdings ein zusätzlicher Decoder
notwendig, der die jeweiligen Ton-Formate entschlüsseln
können muss.
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Zubehör
SuperVHS-Kabel für DVD- und Spielegenuss
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Für die optimale Bildwiedergabe
empfiehlt sich ein S-VHS-Kabel (schwarzer Stecker),
dass von Sony in sehr guter Qualität angeboten wird.
Auf diese Weise wird das Bildsignale in die horizontalen
und vertikalen Bilddaten zerlegt, was eine deutlich bessere
Qualität zur Folge hat, als die beigelegte Strippe.
Diese benutzt nur einen Composite-Anschluss, bei dem das
komplette Bildmaterial über eine Leitung fließt.
Für Spiele kann auch ein RGB-Kabel benutzt werden,
dass auch eine sehr gute Qualität bietet. Bei der PAL-Version
(Europa-Standard) der PS2 haben DVD-Filme bei der Wiedergabe
jedoch eine starke Grünfärbung. Das soll Raubkopien
von DVDs verhindern, denn über das RGB-Signal kann
kein Kopierschutzsignal übertragen werden.
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Zudem habe ich die Erfahrung gemacht,
dass günstige RGB-Kabel keine bessere Bildqualität
liefern als das gute S-VHS-Kabel von Sony. Das S-VHS-Kabel
liefert bei mir ein viel schärferes Bild als herkömmliche
RGB-Kabel. Das hängt jedoch vom jeweils verwendeten
Kabel und Fernsehgerät ab.
Beide Kabeltypen liefern letztlich jedoch ein vielfach besseres
Bild als das Standardkabel. Von Antennenkabel-Wandlern muss
ich ganz abraten. Das kann nur allerletzte Wahl sein.
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Zubehör
Alles was noch sein muss ...
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Beim Kauf einer PS2 sollte unbedingt
darauf geachtet werden, dass man gleich eine MemoryCard
mitkauft. Ansonsten kann man keinen Spielstand speichern
und keine neuen DVD-Treiber installieren.
Solche Treiber werden mit der von Sony hergestellten Fernbedienung
mitgeliefert. Alle anderen Fernbedienungen sollte man gleich
links liegen lassen! Die Sony-Fernbedienung kann
wirklich alles, was man sich wünscht und wirkt auch
wie eine "echte" Fernbedienung, im Gegensatz zu
manchen Produkten von Dritt-Herstellern.
Die Fernbedienung braucht man jedoch nur, wenn man sich
gerne DVDs anschauen möchte.
Empfehlenswert kann auch ein zweiter Controller sein, wenn
man sich gegen einen Mitspieler im direkten Kampf messen
möchte.
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Der Controller
der PS2 verarbeitet die Eingabesignale vollkommen analog,
das heisst jeder der Knöpfe und Sticks reagiert
auf den Tastendruck bzw. die Auslenkung! Die Analog-Funktion
des Controllers ist unglaublich präzise und wird von
vielen Spielen perfekt unterstützt. Die Druck- bzw. Auslenkungsabfrage
geschieht stufenlos. So kann selbst über die Knöpfe
z.B. das Gaspedal eines Autos im Spiel stufenlos dosiert werden.
Bei Grand Tourismo 3 ist das ein unglaubliches Fahrgefühl.
Die zwei Vibrationsfünktionen (dual shock = zwei
Stöße), die eine große Anzahl von Erschütterungen
durch Kombinationen und feine Abstufungen der beiden Grundvibrationen
erzeugen, komplettieren das Spielvergnügen.
Für mich war der Controller ein Grund mehr zu dieser
Konsole zu greifen ... |
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Fazit
Sony hat ganze Arbeit geleistet und die Hardware speziell
für die Spieleanwendung entwickelt. Vor allem die hohe
Grafikspeicherbandbreite und die schnelle RISC-Architektur
mit diversen Sub-Prozessoren, die unabhängig voneinander
operieren sprechen Bände.
Die PS2 hat noch so eben die Maximalgröße um
sie bequem zu Freunden per Rucksack zu transportieren.
Mit dem Vertikalständer bansprucht das Gerät nur
die Stellfläche einer Videokassette und sieht zudem
in dieser Aufstellung sehr schick aus.
Die aktuelle Spielepalette und die Spieleankündigungen
lassen mittlerweile keinen Wunsch mehr offen.
Als stärkste Konkurrenz in Sachen Konsole sehe ich
den GameCube, der technisch noch einen Schritt weiter geht.
Wozu eine klobige, überdimensionierte XBOX kaufen,
die in etwa soviel kann, wie ein aktueller HighEnd-PC? Wenn
ich PC-Grafik nicht mehr sehen kann, greife ich gerne zu
Spielekonsolen, wo Effekte wie Full-Screen-Blurr, hinreißende
Lichteffekte und ein granit-stabiler Bildaufbau regieren.
Das sorgt für Abwechslung zur detailreichen und scharfen
PC-Welt.
Aber vielelleicht sollte man alle drei Systeme sein Eigen
nennen, dann steht man auf der sicheren Seite und braucht
nicht mehr alle 6 Monate eine neue Grafikkarte von NVidia
kaufen, damit auch das aktuellste Spiel flüssig läuft.
Wozu die Spielepreise bei einem so günstigen Medium
wie der DVD nun schon die 70 Euro Grenze erreichen müssen
ist mir leider sehr unklar. Und das gerade bei der Konsole,
die aufgrund ihrer Architektur am einfachsten zu programmieren
sein sollte. Sehr merkwürdig. Da heisst es "nachdenken"
lieber Verbraucher.
Mal sehen, wie sich alles in der Zukunft entwickelt ...
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| letzte Änderung:
22-Jul-2003
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