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es einen tollen Bericht zu Nindendo's Gamecube! 
Der Bericht zur Spielekonsole stammt von meinem Freund und
ehemaligen Kommilitonen Marcus
Rauer.
Kommentare, Fragen, Anregungen und
Fehlerhinweise bitte in das entsprechende Forum
schreiben. |
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Inhalt:
Einleitung
Technik:
-
CPU
- Speicher
- Grafikprozessor
- Soundchip
- Speichermedium
- Schnittstellen
- Controller
-
Mehrspielerspaß
- Ein gutes
Verhältnis ... Gamecube & Game Boy
-
Panasonic Q
Aktuelle
Situation und Zukunft |
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| Einleitung |
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Nachdem SEGA Ende 1998 mit der Dreamcast eine neue
Konsolengeneration einläutete folgten einige
Zeit später die PS2 und die Xbox. Als letzter
im Bunde erschien der Nintendo Gamecube - Japan: 14.
Sept. 2001, USA: 5. Nov. 2001, Europa: 3. Mai 2002.
Ursprünglich sollte der Würfel in 5 Farben
daherkommen, übrig blieben zwei: schwarz und
lila (in einer limitierten Auflage - als Bundel mit
Zelda - gibt es den Cube übrigens auch in Silber).
Um sich ein wenig vom Mario-Kinderimage zu lösen
und damit neue Käuferkreise zu gewinnen, schlossen
Nintendo und Capcom einen aufsehenerregenden Vertrag:
die Erfolgsserie „Resident Evil“ erscheint
bis auf weiteres exklusiv für Gamecube.
Dies betrifft nicht nur Fortsetzungen, sondern auch
aufwendige Remakes der Klassiker sowie das Prequel
Resident Evil Zero.
Um aber dennoch den alteingessenen Nintendo Fans gerecht
zu werden, setzt Big N auf Fortsetzung alter Erfolgsserien:
Zelda, Star Fox, F-Zero, Metroid und natürlich
Mario.
Eine Spezialversion des Gamecubes stellt der Panasonic
Q dar, der sich nicht nur im Design, sondern auch
technisch vom „Original“ unterscheidet
- doch dazu später mehr.
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Zudem gibt es eine Arcade-Variante
der Konsole, das sogenannte Triforce-Board, welches auf dem
Gamecube basiert (die beiden anderen Kräfte im Triforce-Verbund
sind SEGA und NAMCO). Das neuste F-Zero bspw. erscheint sowohl
in der Spielhalle (F-Zero AX) als auch für zu Hause (F-Zero
GX).
Der Gamecube wurde übrigens unter dem Projektnamen „Dolphin“
entwickelt. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit sind die
Seriennummern auf den Spielen und der Hardware: DOL 001 (PAL)
bezeichnet den schwarzen PAL-Gamecube. |
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CPU
Die CPU des Gamecubes basiert auf einer leicht modifizierten
32-bit PowerPC 750Cxe-Architektur von Motorola. Zur Steigerung
der Leistung wurden einige 64-bit Befehle für die Berechnung
der 3D-Grafik hinzugefügt. Der „Gekko“, so
der Name, wird von IBM gefertigt.
Weitere Daten: 485 MHz, 1,3 GB Datendurchsatz pro Sekunde. |
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Speicher
Nintendo´s Würfel verfügt über zwei Arten
von Speicherbausteinen.
Das MoSys 1T-SRAM stellt mit 24 MB den Hauptspeicher des Gamecubes
dar (davon 3 MB auf dem Grafikchip). Diese neu entwickelte
Speicherart von Monolith zeichnet sich durch extrem kurze
Zugriffszeiten von 10 ns oder weniger aus. Das MoSys 1T-SRAM
hat eine Bandbreite von 2,6 GB pro Sekunde.
Für weniger zeitkritische Daten wie z.B. Soundeffekte
besitzt der Cube zusätzlich 16 MB SDRAM (81 MHz). |
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Grafikprozessor
Der „Flipper“ von ATI ist sowohl für die
Berechnung der Grafik als auch für Musik und Soundeffekte
zuständig. Die Taktfrequenz des Grafikprozessors beträgt
162 MHz, er verfügt über einen 2 MB on-chip Framebuffer
/ Z-Buffer und 1 MB Texture-Cache.
Die Bandbreite zum Hauptspeicher beträgt 2,6 GB / sec.,
die Textur-Lese-Bandbreite 10,4 GB / sec.
Bei Einsatz der S3TC-Hardware-Textur-Dekompression (6:1 bei
24-bit) kann
die 6-fache Menge an Daten übertragen werden, also 15,6
GB bzw. 62,6 GB !!!
Nintendo gab die Polygonleistung des Gamecubes mit 6 - 12
Millionen Polygone / sec. (inkl. aller Effekte) eher bescheiden
an.
Die einstige Grafikreferenz „Star Wars: Rogue Squadron
II“ von Factor 5 (u.a. Turrican, Katakis) zeigte schon
zum Lauch der Konsole mit 12 Millionen Polygonen / sec. welche
Power in dem kleinen Würfel steckt.
Die Engine des vor kurzem erschienen Nachfolgers ist fast
doppelt so stark und man darf davon ausgehen, daß der
Gamecube noch einige Reserven besitzt.
Weitere Daten: Hardware-Nebeleffekte, Subpixel Anti-aliasing,
8 Hardware-Lichter, Alpha Blending, Virtual Texture Design,
Multi-texturing, Bump Mapping, Environment Mapping, MIP-Mapping,
Bilinear Filtering, Trilinear Filtering, Ansitropic Filtering,
Vertex-Kompression, Hidden-Surface-Removal.
Übrigens: der Grafikchip des Vorgängers (Nintendo
64) wurde von ArtX entwickelt, die von ATI aufgekauft wurden.
Und auch beim Gamecube 2 ist ATI als Entwickler des Grafikprozessors
wieder mit dabei. |
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| Soundchip
Wie bereits erwähnt verwöhnt der Flipper nicht
nur die Augen, sondern auch die Ohren.
Der 16-bit DSP (Digitaler Signal Prozessor) ist mit 81 MHz
getaktet.
Zu den technischen Details: Dolby Pro Logic II, 64 Kanäle,
48 KHz Sample-Rate, ADPCM Hardware-Kompression.
Der DSP beeinflußt nicht die Grafikleistung des Flippers.
Nintendo hat damit aus der Vergangenheit gelernt: beim Nintendo
64 wurden Sound und Musik von der CPU berechnet, so daß
man immer abwägen mußte, wieviel CPU-Leistung
man für Audioeffekte „opfern“ wollte.
Obwohl der Soundchip „nur“ über Dolby Pro
Logic II verfügt, sind bei gekonnter Programmierung
absolut bombastische Effekte möglich.
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Speichermedium
Nachdem Nintendo noch sehr lange an der Modultechnik festgehalten
hat (siehe N64), entschied man sich für den Gamecube
auch auf ein neues Speicherformat umzusteigen.
Den Entwicklern war besonders wichtig, daß die Ladezeiten
möglichst kurz sind, um den Spielefluß nicht ins
Stocken zu bringen.
Die Mini-DVD, welche auf Matsushita's Optical Disc Technologie
basiert, ist mit 8 cm ein echter Winzling, der es aber in
sich hat.
Gut programmierte Spiele begeistern mit extrem kurzen Ladezeiten.
So erscheint bei dem Rollenspiel-Hit „Zelda: The Windwaker“
bereits nach wenigen Sekunden der Startbildschirm, danach
gibt es keine störenden Ladezeiten mehr. Ähnlich
ist es bei dem Ego-Shooter-Kracher „Metroid Prime“
- Ladezeiten zwischen den Leveln existieren nicht, die Daten
werden im Hintergrund gelesen.
Erreicht wird dieses durch CAV (Constant Angular Velocity),
das heißt, die Disc wird im Gegensatz zur „normalen“
DVD immer gleich schnell gedreht. Somit ist eine unterbrechungsfreie
Datenübertragungsrate gesichert.
Des weiteren verringern sich die Suchzeiten durch den kleineren
Durchmesser der Mini-DVD, ein einfacheres Dateisystem und
der Pufferspeicher tun ihr übriges.
Die durchschnittliche Zugriffszeit beträgt 128ms, die
Datenübertragungsrate 16 - 25 MB / sec.
Der einzige Nachteil der Mini-DVD ist die geringe Kapazität
von 1,5 GB. Einige Spiele - vor allem solche mit besonders
vielen Filmsequenzen - wie „Enter the Matrix“
oder „Resident Evil: Zero“ benötigen deshalb
2 Mini-DVDs.
Ich wechsle aber lieber einmal die Disc und profitiere dafür
von extrem kurzen Ladezeiten. |
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Schnittstellen
Der Gamecube verfügt über eine stattliche Anzahl
an Ein- und Ausgängen:
4 Controller Ports, 2 Memory Card Slots, Analog AV Output,
Digital AV Output, 2 Serial Ports, 1 Highspeed Port.
Die zwei Serial Ports und der Highspeed Port sind an der Unterseite
des Würfels zu finden. An den Serial Port 1 kann z.B.
das 56k-Modem oder der Breitbandadapter angeschlossen werden,
an den Highspeed Port z.B. der Game Boy Player (weitere Infos
unten).
Um die volle Dröhnung Dolby Pro Logic II zu genießen,
muß man entweder den Umweg über ein Gerät
mit SCART-Anschluß gehen oder ein spezielles SCART-Kabel
mit Chinch-Anschluß benutzen. |
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Controller
Der Gamecube-Controller liegt hervorragend in der Hand, er
ist stabil und präzise.
Allerdings ist die Steuerung von Beat ‘em Ups und Trendsport-Spielen
durch die ungewöhnliche Tastenanordnung / Tastenform
manchmal etwas problematisch.
Der Controller verfügt über 5 digitale Buttons,
ein digitales und ein analoges Steuerkreuz, einer Start-Taste,
sowie zwei analoge Schultertasten.
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Des weiteren
ist - vor allem für die Justierung der Kamera - ein analoger
C-Stick vorhanden (der gelbe C-Stick tauchte erstmals beim
N64-Controller auf).
Die Schultertasten weisen den Spieler durch einen hör-
und fühlbaren „Klick“ auf die letzte analoge
Position kurz vor dem Ende des Druckweges hin.
Für ein noch intensiveres Spielerlebnis sorgt die serienmäßige
Rumble-Funktion. |
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Mehrspielerspaß
Nintendo legt beim Gamecube
- im Gegensatz zu den Rivalen - keinen großen Wert auf
Online-Gaming.
Bisher ist „Phantasy Star Online Episode I & II“
von SEGA das einzige Online-Spiel, welches zudem kostenpflichtig
ist.
Nintendo stellt den „Sofa-Spaß“, also das
gemeinsame Spielen mit Freunden vor dem heimischen Fernseher,
in den Vordergrund.
So unterstützt der Fun-Racer „Mario Kart: Double
Dash“ den Breitbandadapter und ermöglicht durch
Vernetzung von bis zu 8 Gamecubes Spielspaß für
maximal 16 Personen. |
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Ein
gutes Verhältnis ... Gamecube & Game Boy
Durch die sogenannte „Connectivity“- Funktion
ist es möglich, den Gamecube und den Game Boy Advance
(SP) mit einem speziellen Kabel zu verbinden.
Der Game Boy Advance (SP) fungiert dann als Controller, außerdem
können auf dem LCD-Bildschirm Informationen angezeigt
werden.
Oftmals schaltet die Verbindung weitere Features in den Spielen
frei oder es können Daten ausgetauscht werden.
Eine weitere Möglichkeit, den Gamecube und Nintendos
Handheld-Familie einander näher zu bringen, ist der Game
Boy Player.
Dieser wird an den Highspeed Port unter den Gamecube gesteckt.
Nun muß man nur noch die beigefügte Mini-DVD in
das Laufwerk des Würfels legen und ein Game Boy / Game
Boy Color / Game Boy Advance (SP)-Modul in den Schacht des
Game Boy Players stecken, um die kleinen Spiele ganz groß
zu erleben. Die Bildqualität ist dabei erstaunlich gut,
trotz der starken Vergrößerung ist das Spielgeschehen
nur wenig verpixelt. |
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Panasonic
Q

Der Panasonic Q ist ein Gamecube / PanasonicDVD-Hybride.
Im Gegensatz zum „normalen“ Gamecube spielt er
neben japanischer Software auch CDs und japanische DVDs ab.
Der Panasonic Q besitzt ein edles Chromgehäuse; ein hintergrundbeleuchteter
LCD-Bildschirm dient als Statusanzeige. Mittels Fernbedienung
läßt sich der Hybride komfortabel steuern.
Die Discs werden nicht wie beim Cube oben eingelegt, sondern
in der automatisch ausfahrenden Lade an der Front.
Der Panasonic Q verfügt neben den bekannten Schnittstellen
über eine Reihe weiterer Ausgänge: 2 Stereo Ausgänge,
1 optischer Ausgang (DTS & Dolby Digital - nicht bei Spielen)
und 1 Subwoofer Ausgang. Der Analog AV Output wurde wegrationalisiert.
Der Hybride bietet einige spezielle Features für die
Bild- und Tonwiedergabe, auf die hier aber nicht näher
eingegangen werden soll.
Wie bereits erwähnt können nur japanische Spiele
und Japan-DVDs gelesen werden, allerdings läßt
sich der Panasonic Q modifizieren, so daß nahezu alle
DVDs sowie japanische und amerikanische Software anstandslos
ihren Dienst verrichten.
Der glänzende Würfel ist bisher nur in Japan erschienen,
eine Bestellung beim Importhändler schlägt mit ca.
500,00 Euro zu Buche. |
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Aktuelle
Situation und Zukunft
Obwohl der Gamecube eine sehr
leistungsfähige Konsole ist und es jede Menge hochkarätiger
Spiele gibt (Metroid Prime, Zelda, Star Fox Adventures, Viewtiful
Joe u.a.), kann Nintendo bisher nicht an die Erfolge der SNES-Zeiten
anknüpfen.
Zu groß ist die Übermacht der PS2 und auch der
Newcomer Microsoft verkauft insgesamt mehr Hard- und Software.
Inzwischen haben sich auch viele 3rd-Party Entwickler vom
Cube verabschiedet, aktuelle Projekte wurden auf Eis gelegt
oder ganz gestrichen.
Doch das Blatt könnte sich wenden: nach der weltweiten
radikalen Preissenkung des Gamecubes (Deutschland: 99 Euro)
sind die Abverkäufe explodiert. In den USA bspw. haben
sich die Verkäufe vervierfacht und zwischenzeitlich sogar
den Absatz der PS2 übertroffen!
Weiteren Auftrieb könnten die vielen Gamecube-exklusiven
Spielehits geben, die in den nächsten Wochen und Monaten
erscheinen: 1080° Avalanche, Resident Evil 4, Pikmin 2,
Killer 7, Final Fantasy: Crystal Chronicles, Metal Gear Solid:
Twin Snakes.
Meiner Meinung nach gibt es momentan für keine andere
aktuelle Konsole so viele exklusive Spitzentitel wie für
den Gamecube.
Jetzt fehlen nur noch ein vernünftiges Online-Gaming-Konzept
und entsprechende Spiele, dann stehen die Chancen für
Nintendo nicht schlecht, wieder ein stärkeres Wort in
der Konsolenwelt zu sprechen.
Auf jeden Fall wird es, egal wie erfolgreich der Gamecube
sein wird, einen Nachfolger geben.
Dieser befindet sich bereits in der Entwicklung und soll im
Jahr 2005 erscheinen.
Der Grafikchip wird - wie bereits erwähnt - von ATI gefertigt,
die auch für den Grafikchip der Xbox 2 verantwortlich
sind.
Zum Schluß noch ein paar beeindruckende Bilder vom aktuellen
Factor 5 Titel „Star Wars: Rogue Squadron III“.
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| letzte Änderung:
26-Nov-2003
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