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Hardware-Einbauhilfe
 
 

An dieser Stelle möchte ich Hilfestellungen anbieten für alle, die etwas an der Hardware ihres PCs ändern möchten, aber sich noch etwas unsicher sind. In der Regel muss einfach nur einmal eine neue Festplatte, eine neue CPU oder eine flottere Grafikkarte her, um die Gesamtperformance des Rechners zu verbessern. Zum Austausch dieser Einheiten möchte ich hier einige Tipps und Anleitungen geben.
Ich kann allerdings keinerlei Haftung übernehmen, wenn Fehler, Störungen oder sogar Beschädigungen der meist teuren Komponenten durch einen Eingriff in den Computer auftreten. Der Eingriff in die Computerkomponenten geschieht auf eigene Gefahr! Ich übernehme keinerlei Verantwortung!

Kommentare, Fragen, Anregungen und Fehlerhinweise bitte in das entsprechende Forum schreiben.

Inhalt:
Sicherheitsvorkehrungen
Ein- und Ausbau von Steckkarten
CPU-Tausch
Festplatten-Tausch
CD-/DVD-ROM bzw. -Brenner
Speichereinbau
Tipps: Luftzirkulation u. Gehäusebedämpfung / schaltbare Stromleiste

Sicherheitsvorkehrungen

Erdung
Bevor eine Computerkomponente überhaupt mit bloßen Händen angefasst wird, sollte man sich erden, um statische Entladungen zu vermeiden, die in den meisten Fällen zur Zerstörung der empfindlichen Elektronik führt. Ohne es zu merken, kann man leicht auf mehrere tausend Volt aufgeladen sein. Aber auch kleinere statische Ladungen, deren Entladung man kaum oder gar nicht bemerkt können schon zum Defekt von Hardware führen. Daher immer besser erden, als dass man sich wundert, wieso die frisch gekaufte Komponente nicht funktioniert.
Am einfachsten erfolgt die Erdung bzw. Entladung an einem großen metallischen Gegenstand. Dazu eignen sich Heizkörper besonders gut. Einfach nur kurz das blanke Metall am Ventilende anfassen und schon hat man seine Ladungen abgegeben.
 
Bevor das Gehäuse geöffnet wird, sollte der Rechner vom Stromnetz getrennt werden, denn bei modernen Computern mit ATX-Netzteil steht der Rechner permanent unter Strom. Um das zu verhindern muss das Netzteil über einen kleinen Schalter an der Rückseite des Rechners ausgeschaltet werden. Noch besser ist es, wenn man den Netzstecker direkt vom Netzteil abzieht.

Nun kann das Gehäuse vorsichtig geöffnet werden. Die Öffnung ist allerdings von Gehäuse zu Gehäuse so sehr verschieden, dass ich diesen Schritt nicht näher erläutern möchte.
Netzteil
Ein- und Ausbau von Steckkarten
Steckkarten
Grafikkarten, Soundkarten und Netzwerkkarten werden direkt auf die Hauptplatine, das sogenannte Main- oder Motherboard, gesteckt. Der Einbau von Zusatzkarten ist recht unkompliziert. Zu beachten ist lediglich, dass man den jeweils passenden Steckplatz benutzt! Heutzutage stellen die PCI-Steckplätze die Regel dar. Nur die Grafikkarten benutzen den schnelleren AGP-Steckplatz. Weniger verbreitet ist heute der langsame ISA-Steckplatz, der gelegentlich noch auf neueren Mainboards zu finden ist und vor allem für die Verwendung von alten Zusatzkarten gedacht ist.
Auf dem Bild rechts erkennt man einen leeren PCI-Steckplatz. Ganz oben residiert die Grafikkarte im passenden AGP-Steckplatz.
Um eine Karte zu tauschen, muss nur die Befestigungsschraube am linken Rand gelöst werden. Dann kann man die Steckkarte vorsichtig vom Mainboard abziehen. Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass man keine Teile auf der Steckkarte durch das Ziehen beschädigt!
Die neue Karte wird dann einfach in den Steckplatz (auch "Slot" genannt) gedrückt. Dabei sollte die Kraft möglichst gleichmässig auf die Karte ausgeübt werden. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Karte nicht verkantet und überall gleichmässig im Steckplatz - bis zum Anschlag - sitzt! Danach muss die Befestigungsschraube mit Gefühl wieder angezogen werden, damit die Karte ordentlich sitzt.
Wird eine alte Karte ausgemustert und bleibt der Steckplatz frei, sollte eine Blende in das entstandene Loch eingesetzt werden, damit keine anderen Teile in den Rechner fallen können und damit die Luftzirkulation im Gehäuse nicht verändert wird.

CPU-Tausch

CPU
Zunächst muss überlegt werden, ob die gewünschte CPU auch auf dem vorhandenen Mainboard eingesetzt werden kann. Dazu wird am besten der Fachhändler gefragt. In vielen Fällen ist ein schnellerer Hauptprozessor noch auf dem alten Mainboard einsetzbar, wenn man nicht gerade eine neue CPU-Generation einsetzen möchte. Am besten fragt man auch gleich, ob für die neue CPU auch noch ein neuer Kühler nötig wird. Neuere CPUs erzeugen in der Regel mehr Hitze als alte. Kann die gewünschte CPU nicht mehr auf dem Mainboard eingesetzt werden, dann kommt man um den Austausch des kompletten Mainboards nicht herum. Das ist allerdings schon ein großer Aufwand, den ich auf meiner Seite nicht beschreiben möchte. Zudem fallen zusätzliche Kosten für das neue Mainboard an. Da sollte man schon genau nachdenken, ob das alles wirklich nötig ist.
Ist man nun stolzer Besitzer einer neuen schnelleren CPU, muss zunächst das alte Teil ausgetauscht werden.
Zuerst gilt: Die Sicherheitsvorkehrungen beachten! Gerade Mikrochips, wie CPUs sind sehr anfällig für elektrische Ladungen!
Um die alte CPU ausbauen zu können, muss zuerst der Kühlkörper entfernt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Arretierung. In der Regel drückt aber ein Spannbügel den Kühlkörper auf die CPU. Dieser Bügel wird direkt am Sockelkörper eingehakt. Hier muss der Bügel also vom Sockel entklammert werden.
Hat man das geschafft, sollte sich dem Bastler ein Bild offenbaren, ähnlich dem obigen Foto.
Um die CPU aus dem Sockel zu nehmen, muss rechts von der CPU der lange, meist metallende Hebel nach oben geführt werden. Auf diese Weise wird der Prozessor entriegelt. Jetzt kann dieser vorsichtig aus dem Sockel entfernt werden.
 
Bevor die neue CPU eingebaut wird, sollte diese mit einem Wärmeleitmittel prepariert werden, das einen guten Wärmeaustausch zwischen CPU und Kühlkörper gewährleisten soll. Wärmeleitpaste oder Pads werden benötigt, damit mikroskopisch kleine Luftpolster durch Unebenheiten der Oberflächen keinen Wärmestau verursachen. Luft ist nämlich ein ausgezeichneter Wärmeisolator. Manche Kühlkörper haben schon ein Wärmepad auf der Seite, die mit dem CPU-Kern in Kontakt kommt. In diesem Fall braucht keine Wärmepaste mehr aufgetragen werden. Der Wärmeaustausch über solche Pads soll allerdings nicht ganz so effektiv sein, wie über gute Wärmeleitpasten.
Den meisten Kühlern ohne Wärmeleitpad wird ein wenig Wärmeleitpaste beigelegt. Hiervon benötigt man nur sehr wenig, um den CPU-Kern mit einer dünnen Schicht zu bedecken.
CPUPaste
Mehr ist in diesem Fall nicht besser. Eher das Gegenteil ist der Fall. Der hohe Anpressdruck des Kühlers verdrängt meistens das überschüssige Wärmeleitmittel, so dass zuviel Paste einfach am Ende des CPU-Kerns herausquillt. So schlimm ist zuviel Paste daher auch nicht.
 
Wer einen Temperatursensor am CPU-Sockel besitzt und schnelle Temperaturänderungen der CPU verfolgen möchte, der kann den kleinen Sensor in der Mitte des Sockels vorsichtig nach oben biegen, bis dieser auf gleicher Höhe mit der Sockeloberfläche abschließt. Bei meinem Mainboard war der Sensor sogar noch gerade hervorstehend eingebaut, so dass dieser weit über die Sockeloberfläche herausragte. Das macht das Einsetzen der CPU unmöglich. Es kann also bei einem neuen Mainboard sein, dass man den Sensor sowieso erst einmal "richtig" biegen muss. Wieder ist Vorsicht geboten, denn ein häufiges Verbiegen führt irgendwann zum Abbrechen.
Nun kann die CPU eingebaut werden. Dabei muss unbedingt die richtige Position der CPU-Pinne beachtet werden!
Auf den Bildern rechts sieht man, dass oben auf dem Sockel in den Ecken keine Löcher für CPU-Pinne vorhanden sind.
CPUSockelCPUPinne
Also muss auch die CPU wie auf dem rechten Bild, so gehalten werden, dass die Seite nach oben zeigt, wo keine Pinne in den Ecken zu sehen sind. Man muss also darauf achten, dass die Pinne der CPU und die Löcher im Sockel deckungsgleich sind! Die beiden Bilder zeigen die richtige Anordnung. Hier muss die CPU nur noch auf den Sockel "umgeklappt" werden.
Vor dem Einsetzen noch einmal kontrollieren, dass der Arretierungsstab am Sockel nach oben zeigt, was heisst, dass der Sockel geöffnet ist und die CPU eingesetzt werden kann.
Nun sollte die CPU mit kaum spürbarem Widerstand in den Sockel gleiten. Dabei bitte sehr vorsichtig sein, denn verbogene Pinne brechen beim Geradebiegen fast immer ab!
Über den Hebel am Sockel wird die CPU arretiert, bevor der Kühler vorsichtig an die CPU "andockt". Um den Kühler anzubringen muss der Spannbügel in die passenden Sockelvorrichtungen eingehakt werden. Dabei möglichst wenig Verrutschen, damit nicht zuviel von der Wärmepaste verschmiert und verloren geht.
Wie das Mainboard auf die neue CPU eingestellt wird, entnimmt man am besten dem Handbuch.

Festplatten-Tausch

HDD
Der hardwareseitige Tausch einer Festplatte ist sehr einfach. Das eigentliche Problem liegt bei der Software, denn die Festplatte muss partitioniert, formatiert und bespielt werden. Beim Partitionieren ordnet man bestimmten Festplattenbereichen Laufwerksbuchstaben zu und legt das zu verwendende Dateiformat fest. So kann eine 30GB große Festplatte z.B. in sechs 5GB große Bereiche unterteilt werden, denen dann die Buchstaben c, d, e, f, g und h zugeteilt werden. Jedes dieser "logischen" Laufwerke wurde dann ein 5GB großer Bereich auf der Festplatte zugewiesen. Das gängigste Dateiformat für den Windows-Heimrechner ist FAT32, eine Dateizuweisungstabelle mit 32bit Registern.
Nach der Partitionierung muss jedes "logische" Laufwerk, d.h. jeder Laufwerksbuchstabe, formatiert werden, um etwaige Datenstrukturfehler einzutragen.
Die Software-Seite möchte ich hier aber nicht vertiefen, weil das leider viel zu umfangreich für meine einfache Hardware-Einbauhilfe ist.

Zunächst sollte man sich überlegen, ob das Mainboard überhaupt neuere Festplatten ausreichend unterstützt. Sehr alte Mainboards (älter als 4 Jahre) können meist gar keine Festplatten verwalten, die größer als 8GB sind. Damit sind praktisch alle modernen Festplatten zu groß. Zudem unterstützen derart alte Mainboards noch keine ATA33-133 Standards. Das heisst, die Festplatte liefe nur mit einer sehr geringen Datentransferrate. Für moderne Festplatten sollte demnach ein Mainboard mit mindestens ATA33-Unterstützung zur Verfügung stehen. Das reicht für Datenraten bis 33MB/Sekunde aus. Aktuelle Festplatten schaffen allerdings schon leicht 50MB/Sekunde als Spitzenleistung, so dass nur eine ATA66 Schnittstelle befriedigende Ergebnisse erzielt. Nun zum Einbau.
Wenn einfach eine neue Festplatte das alte Modell ersetzen soll, so kann diese ohne größere Probleme an die alten Verbindungen angeschlossen werden. Die Festplatten müssen allerdings den selben Standard unterstützen, der sich IDE nennt. Daneben gibt es noch den SCSI-Standard, bei dem bis zu 15 Geräte in einer Kette arbeiten können. Für Heimanwender hat sich im Festplattensektor eindeutig der IDE-Standard durchgesetzt, der schnelle Festplatten zu einem günstigen Preis bietet. Ich persönlich nutze ein hybrides System, bestehend aus IDE- und SCSI-Geräten.
Wichtig ist beim Anschluss nur die korrekte Einstellung der sogenannten "Jumper". Dabei handelt es sich um einen kleinen Stecker, der zwei oder mehr speziell dafür vorgesehende Pinne miteinander kurzschließt. Zwei dieser "Jumper" kann man auf obigem Foto sehen. Zwischen dem Stromanschluss rechts und dem Datenkabel links befinden sich zwei kleine weiße "Jumper". Will man z.B. eine zusätzliche Festplatte anschließen und diese am gleichen IDE-Kanal betreiben, so muss die zweite Festplatte als "Slave" (Sklave) "gejumpert" werden. Bei obiger Festplatte kann man auf der Rückseite leicht ablesen, wie man die Festplatte per "Jumper" als "Master" (Meister) oder "Slave" einzustellen hat.
Auf allen Mainboards gibt es mindestens zwei IDE-Kanäle. Den IDE0 und den IDE1, an denen jeweils zwei Festplatten oder andere IDE-Geräte (z.B. CD-ROMs) angeschlossen werden können. Das "erste" Gerät an jedem Kanal muss immer als "Master" gejumpert werden. Kommt noch ein Gerät an einen Kanal, an dem sich schon ein "Master" befindet, muss es als "Slave" gejumpert werden. Insgesamt kann man an zwei IDE-Känäle also zwei "Master" und zwei "Slaves" anschließen. Bei Geräten, die mindestens den ATA66-Standard benutzen sollte ein entsprechendes Datenkabel verwendet werden, das anstelle der üblichen 40Litzen, 80Litzen beinhaltet. Nur so kann das Gerät auch in den ATA66 oder in noch höhere Modi springen.
Verkehrtherum sollte man kein Datenkabel mehr anschließen können, denn heute haben sämtliche Kabel an ihrem Stecker eine Kerbe, die den falschen Anschluss verhindern soll. Wer sicher gehen will, sollte darauf achten, dass sich die rot-markierte Seite immer auf der Anschlussseite von Pin1 befindet.
Die Festplatte, von der aus das Betriebssystem geladen werden soll, muss immer an IDE-Kanal0 hängen und als Master angeschlossen sein.

Das Datenkabel zur Festplatte muss auf der anderen Seite nur noch mit dem Mainboard verbunden werden. Auf dem Mainboard selbst sind die entsprechenden Stecker meist mit IDE0 und IDE1 beschriftet. Hier muss also nur noch der richtige IDE-Kanal gewählt werden.
HDDKabel
CD-/DVD-ROM bzw. -Brenner 514Slot
Mit Laufwerken im sogenannten 5,25"-Schacht verhält es sich anschlusstechnisch sehr ähnlich, wie mit Festplatten. Die Anschlüsse sind weitgehend identisch, nur dass hier meistens auch ATA33 Kabel mit nur 40Litzen ausreichen, weil nur selten schnellere Datenraten gebraucht werden. Außerdem empfiehlt sich der Anschluss an den IDE-Kanal1, an dem keine Festplatte mit angeschlossen sein sollte, weil die Festplatte sonst "ausgebremst" werden könnte oder Probleme autreten könnten.
Aber: probieren geht über studieren.
Wie Festplatten werden auch die großen 5,25"-Geräte über Schrauben auf den Geräteseiten im Schacht gehalten. Diese braucht man nur zu lösen und das Gerät kann herausgenommen werden. Knifflig ist meist nur der erneute Anschluss der Kabel. Daher sollte man das Gerät erst festschrauben, wenn alle Kabel angeschlossen wurden. Die Jumpereinstellung nimmt man am besten vor dem Einbau vor.
Speichereinbau Speicher
Der Einbau von Speicher ist kinderleicht. Am besten wird auch hier der Fachhändler zu Rate gezogen, wenn es um die Auswahl des richtigen Speichertyps geht.
Herausnehmen kann man den Speicher sehr leicht, wenn man gleichzeitig die weißen Hebel an den Enden des Speichers vom Speicher wegdrückt. Der Speicher springt einem dann geradezu entgegen.
Der Einbau ist allerdings etwas schwieriger, denn meist muss schon ein kräftiger Druck ausgeübt werden. Wie nach einem Speicherausbau, müssen die Hebel der jeweiligen Speicherbank so weit wie möglich nach außen gedrückt werden. Dann wird der Speicher gleichmäßig in die Speicherbank eingeführt. Hat man sich von der richtigen Position des Speichers überzeugt, dann drückt man an beiden Enden des Moduls kräftig in Richtung Mainboard, bis die Hebel an den Enden gegen den Speicher schlagen und einrasten.
Aber Vorsicht, nicht mit dem Druck übertreiben. Besser noch einmal vergewissern, dass alles richtig sitzt, als dass man etwas durch übermäßige Kraft zerstört!
Tipps: Luftzirkulation u. Gehäusebedämpfung / schaltbare Stromleiste Gehäuse
Damit der Rechner keinen Hitzetod erleidet, sollte das Gehäuse immer ausreichend belüftet werden.
Das ist allerdings eine Kunst für sich, denn leider kann man die Luftströmungen nur schwer erahnen.
Werden sehr schnelle Prozessoren oder neueste Grafikkarten neben mehreren Festplatten und vielen Zusatzkarten verwendet, so sollte unbedingt ein gutes Netzteil und ein zusätzlicher Gehäuseventilator installiert werden.
Ich habe z.B. ganz unten im vorderen Bereich meines Gehäuses einen zusätzlichen temperaturgeregelten Ventilator eingebaut und die Öffnung für einen zweiten Ventilator in der Gehäusefront komplett abgeklebt. So habe ich sichergestellt, dass immer frische Luft von vorne in das Gehäuse strömt und direkt die Zusatzkarten und speziell die übertaktete Grafikkarte kühlt. Die Öffnungen auf der Rückseite habe ich auch zugeklebt, weil mein Rechner unmittelbar an einer Heizung steht. So wird verhindert, dass der Netzteillüfter warme Luft von außen ansaugt.
Ein Temperatursensor auf dem Mainboard, der die Gehäusetemperatur und die CPU-Temperatur misst, kann bei der Optimierung der Luftströmung sehr hilfreich sein.
 
Zur Belüftung der Festplatte habe ich in den Gehäusedeckel Bohrungen vorgenommen, weil ansonsten ein Hitzestau in der Umgebung der Festplatte droht. Ein unbemerkter Hitzestau in der Umgebung der Festplatte ist häufig ein Verursacher von Datenfehlern.

Der andere Teil des Deckels wurde mit einer Bitumenplatte beklebt, die ein metallisches Schwingen des Deckels effektiv unterbindet. Diese Bitumenplatten sind auch sehr hilfreich, wenn man die Seitenwände des Gehäuses bedämpfen möchte. Ein Schwingen des gesamten Metallgehäuses kann so vollkommen bedämpft werden. Man braucht dazu sogar nur recht wenig von diesen Bitumenplatten, die man in fast jedem Autofachgeschäft bzw. Baumarkt bekommen kann.
Deckel
 
Zuletzt noch ein Tipp für Energiebewusste oder für einfach nur "bequeme" Menschen.
Es empfiehlt sich eine schaltbare Stromleiste für alle Computergeräte zu verwenden. Wenn der Computer herunter gefahren wurde, kann die Leiste ausgeschaltet werden und alle Geräte sind vom Stromkreis getrennt.
Auf diese Weise schaltet man z.B. den Monitor gleich mit aus und auch der Computer verbraucht keinen Strom mehr, da er sich nicht mehr in einem "Standby"-Modus befindet.. Normalerweise werden Computerlautsprecher, ein Modem, der Drucker, der Scanner und viele weitere Geräte nicht gebraucht, wenn der Computer ausgeschaltet wurde.
Ohne eine schaltbare Steckdose verbrauchen viele Geräte auch Strom, wenn diese vermeintlich ausgeschaltet sind, denn fast alle Geräte werden nicht schon vor dem Stromtransformator mechanisch entkoppelt. Das heisst, es fließt permanent ein geringer Strom, obwohl die Geräte überhaupt nicht gebraucht werden!
Das kann eine schaltbare Steckdose verhindern, denn zumindest in der Zeit, in der die Steckdosenleiste ausgeschaltet wird, fließt garantiert gar kein Strom mehr.
Mit einem Tastendruck werden zugleich alle Geräte mit Strom bedient. Man muss nur noch den Computer über die Einschalttaste starten, und nicht einmal das ist bei modernen Bios' nötig, da sich diese mit der "richtigen" Einstellung automatisch einschalten, sobald eine Netzspannung anliegt.
Stromleiste
 
letzte Änderung: 10-Sep-2003